
Der Marstek Jupiter C Plus kostet derzeit ab 462 Euro — und liefert dabei 2,56 kWh Speicher zum Preis von ca. 180 Euro pro Kilowattstunde. Zum Vergleich: Die Anker Solix Solarbank 3 Pro kommt auf 312 Euro pro kWh. Das ist kein kleiner Unterschied. Marstek hat sich 2026 als ernstzunehmender Herausforderer etabliert — mit einer Produktlinie, die von simplen DC-Speichern bis zum intelligenten AC-System reicht.
Das Problem: Das Lineup ist verwirrend. Venus D, Venus A, Venus E 3.0, Jupiter C Plus — welches ist wofür? Was kostet was, und wer braucht welches? Heise und Handelsblatt haben einzelne Modelle getestet, aber keiner hat alle vier nebeneinander gestellt und erklärt, wann welches Sinn ergibt. Dieser Ratgeber schließt genau diese Lücke.
Hinweis: Dieser Ratgeber beruht auf öffentlich verfügbaren Testberichten (Heise, Handelsblatt, IMTEST, infranken.de), Herstellerangaben (marstek.de, Stand Juli 2026) sowie Community-Erfahrungen aus PVForum.de. Preise können abweichen — immer den aktuellen Bestpreis prüfen.
Marstek baut seit 2023 Balkonkraftwerk-Speicher und hat sich in der BKW-Community rasch einen Ruf für gutes Preis-Leistungs-Verhältnis erarbeitet. Das Produktportfolio teilt sich in zwei Linien:
Kurz-Übersicht:
| Modell | Typ | PV-Eingang | Kapazität (Basis) | Max. Kapazität | Notstrom | Preis ab |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Jupiter C Plus | DC, All-in-One | 4 MPPT, 2,4 kW | 2,56 kWh | 10,24 kWh | Nein | ab 462 € |
| Venus A | DC+AC Hybrid | 4 MPPT, 2,4 kW | 2,12 kWh | 12,72 kWh | 1.500 W | ab 486 € |
| Venus D | DC+AC Hybrid | 4 MPPT, 4,0 kW | 2,56 kWh | 15,36 kWh | 2.200 W | ab 548 € |
| Venus E 3.0 | AC-Speicher | Keiner (AC only) | 5,12 kWh | 15,36 kWh | Nein | ab 1.199 € |
Preise: Idealo.de, Stand Juli 2026. Preis je nach Händler und Konfiguration abweichend.
Das ist die Frage, an der viele Kaufentscheidungen scheitern — weil sie kaum jemand klar beantwortet.
DC-Speicher (Jupiter C Plus, Venus A, Venus D): Die Solarmodule sind direkt am Speicher angeschlossen. Der Speicher enthält einen eigenen Wechselrichter, der den Solarstrom (Gleichstrom, DC) in Netzstrom (Wechselstrom, AC) umwandelt. Vorteil: Weniger Umwandlungsschritte = höhere Effizienz. Nachteil: Du brauchst ein neues Komplettset oder musst deinen bisherigen Wechselrichter ersetzen.
AC-Speicher (Venus E 3.0): Kein eigener Solareingang. Das Gerät wird einfach in eine Steckdose gesteckt. Es lädt sich über PV-Überschuss (den dein bestehendes Balkonkraftwerk ins Hausnetz einspeist) oder direkt aus dem Netz. Vorteil: Funktioniert mit jedem vorhandenen Balkonkraftwerk, egal welcher Marke. Nachteil: Zwei Umwandlungsschritte (PV→DC→AC im Wechselrichter, dann AC→DC im Speicher beim Laden) = messbar schlechterer Wirkungsgrad.
Faustregel: Du baust neu auf oder willst maximale Effizienz? DC-Speicher (Venus D). Du hast bereits ein Balkonkraftwerk und willst nachrüsten, ohne etwas zu verändern? AC-Speicher (Venus E 3.0).
Der Venus D ist das technische Flaggschiff der Marstek-Linie. Was ihn von der Konkurrenz abhebt, ist ein einziges Merkmal: 4.000 Watt PV-Eingangsleistung über vier unabhängige MPPT-Tracker.
Das klingt zunächst unremarkable — bis man versteht, was es in der Praxis bedeutet. Bei einem Vier-Panel-Setup mit je 1.000-Watt-Modulen kann der Venus D alle vier Module gleichzeitig mit maximaler Leistung auslesen, auch wenn sie unterschiedlich ausgerichtet sind oder teilweise im Schatten liegen. Anker Solarbank 3 Pro schafft maximal 3.600 Watt — bei vier Modulen bedeutet das eine systembedingte Drosselung von 10 Prozent.
| PV-Eingang: | 4 MPPT, max. 4.000 Watt gesamt, max. 32 A pro MPPT |
| AC-Leistung: | 2.200 Watt bidirektional |
| Netzeinspeisung: | 800 Watt (On-Grid, gesetzliches Limit) |
| Speicherkapazität (Basis): | 2,56 kWh |
| Max. Kapazität: | 15,36 kWh (erweiterbar) |
| Notstrom (EPS): | Ja, 2.200 Watt — Umschaltzeit < 20 ms |
| Batterietyp: | LiFePO4 |
| Schutzklasse: | IP65 |
| KI-Energiemanagement: | Ja — Wetter, Verbrauch, TOU-Optimierung |
| Smart Meter: | Ja (Anti-Feed-In / Nulleinspeisung) |
| Preis (Juli 2026): | ab ca. 548 € (Idealo, Basiseinheit) |
Den Venus E 3.0 kauft man aus einem bestimmten Grund: Man hat bereits ein Balkonkraftwerk und will keinen neuen Wechselrichter. Er ist ein reiner AC-Speicher — wird eingesteckt, erkennt das Stromnetz, lädt sich über PV-Überschuss auf und gibt Energie ab, sobald Verbrauch entsteht.
Was ihn von älteren AC-Speichern unterscheidet, ist die Ausgangsleistung: 2.500 Watt. Zum Vergleich: Ein herkömmliches Balkonkraftwerk speist 800 Watt ein. Der Venus E 3.0 kann im Entlademodus die Grundlast eines Durchschnittshaushalts vollständig decken, ohne dass ein einziges Watt aus dem öffentlichen Netz bezogen wird.
| Typ: | AC-Speicher (kein eigener PV-Eingang) |
| AC-Eingangsleistung: | 2.500 Watt (Laden aus Netz oder PV-Überschuss) |
| AC-Ausgangsleistung: | 2.500 Watt |
| Speicherkapazität (Basis): | 5,12 kWh |
| Max. Kapazität (einphasig): | 15,36 kWh |
| Notstrom: | Nein |
| KI-Modus: | Ja — optimiert für dynamische Tarife (Tibber, aWATTar) |
| Jährliche Einsparung (Herstellerangabe): | bis zu 1.310 Euro |
| Batterietyp: | LiFePO4, 100 % DoD |
| Schutzklasse: | IP65 |
| Preis (Juli 2026): | ab ca. 1.199 € (Idealo, 5,12-kWh-Einheit) |
Ein Detail, das in fast keinem Testbericht erwähnt wird: Der Venus E 3.0 funktioniert auch komplett ohne Balkonkraftwerk. Er lädt sich nachts bei günstigen Börsenstrompreisen auf (KI-Modus erkennt Tibber-Preistäler automatisch) und gibt den Strom morgens und abends ab. Wer noch kein BKW hat, aber trotzdem seinen Strombezug reduzieren will, hat hier eine gangbare Option — sofern ein dynamischer Tarif vorhanden ist.
Der Venus A ist das am wenigsten diskutierte Modell — und das zu Unrecht. Er kombiniert einen 4-MPPT-Eingang (bis 2.400 Watt PV) mit 1.500 Watt Notstromfunktion und einer Basiskapazität von 2,12 kWh. Damit ist er kleiner als der Venus D, aber deutlich leistungsfähiger als der Jupiter C Plus.
| PV-Eingang: | 4 MPPT, max. 2.400 Watt |
| AC-Leistung: | 1.500 Watt bidirektional |
| Speicherkapazität (Basis): | 2,12 kWh |
| Max. Kapazität: | 12,72 kWh |
| Notstrom (EPS): | Ja, 1.500 Watt |
| Preis (Juli 2026): | ab ca. 486 € (Idealo) |
Der Venus A ist die richtige Wahl, wenn Notstrom ein Kaufkriterium ist, aber der 4-kW-Eingang des Venus D schlicht nicht gebraucht wird — etwa bei einem Zwei-Panel-Setup auf einem kleinen Südbalkon. Die etwas niedrigere Basiskapazität von 2,12 kWh gegenüber 2,56 kWh beim Venus D ist in der Praxis kaum spürbar.
Wer kein Notstrom braucht und einfach will, dass sein Balkonkraftwerk seinen Mittagsstrom abends nutzt, landet beim Jupiter C Plus. Das Gerät kostet laut aktuellem Angebot (Stand: Juni 2026, Quelle: infranken.de) rund 462 Euro für die Basiseinheit mit 2,56 kWh — das sind 180 Euro pro Kilowattstunde.
| Typ: | DC-Speicher, All-in-One mit integriertem Mikrowechselrichter |
| PV-Eingang: | 4 MPPT, max. 2.400 Watt |
| Netzeinspeisung: | 800 Watt (On-Grid) |
| Speicherkapazität: | 2,56 kWh (erweiterbar auf 10,24 kWh) |
| Notstrom: | Nein |
| Schutzklasse: | IP65 |
| Preis (Juli 2026): | ab ca. 462 € (Angebotspreis) — UVP ca. 585 € |
Der Jupiter C Plus ist der richtige Einstieg, wenn: Das Budget unter 500 Euro liegt. Kein Notstrom gewünscht ist. Die vorhandenen oder geplanten Module max. 2.400 Watt liefern. Und wenn Plug-and-Play ohne tiefere Konfiguration das Ziel ist.
Marstek-Produkte sind günstiger — aber wie schlagen sie sich gegen die etablierten Marktführer? Die Tabelle zeigt alle relevanten Kennzahlen nebeneinander.
| Modell | PV-Eingang | AC-Ausgang | Kapazität | Max. Kapazität | Notstrom | App / KI | Garantie | Preis ab |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Marstek Jupiter C Plus | 4 MPPT, 2,4 kW | 800 W | 2,56 kWh | 10,24 kWh | Nein | Marstek App / Nein | 5 Jahre | ab 462 € |
| Marstek Venus A | 4 MPPT, 2,4 kW | 1.500 W | 2,12 kWh | 12,72 kWh | 1.500 W | Marstek App / Nein | 5 Jahre | ab 486 € |
| Marstek Venus D | 4 MPPT, 4,0 kW | 2.200 W | 2,56 kWh | 15,36 kWh | 2.200 W | Marstek App / TOU-KI | 5 Jahre | ab 548 € |
| Marstek Venus E 3.0 | Kein DC (AC only) | 2.500 W | 5,12 kWh | 15,36 kWh | Nein | Marstek App / KI | 5 Jahre | ab 1.199 € |
| Anker Solix Solarbank 3 E2700 Pro | 4 MPPT, 3,6 kW | 800 W | 2,68 kWh | 16,1 kWh | 1.200 W | Anker App / Anker Intelligence KI | 10 Jahre | ab 836 € |
| Zendure SolarFlow 2400 Pro | 4 MPPT, 3,0 kW | 2.400 W | 2,4 kWh | 16,8 kWh | Ja (Off-Grid) | Zendure App / Nein | 5 Jahre | ab 831 € |
Preise: Idealo.de, Stand Juli 2026. Grau hinterlegte Zeilen: Vergleichsprodukte anderer Hersteller.
Wer Speicher ausschließlich nach Kaufpreis vergleicht, übersieht das Wichtigste: die Kapazität. Deshalb zeigen wir, was eine Kilowattstunde Speicher tatsächlich kostet.
| Modell | Kaufpreis (Basiseinheit) | Kapazität | Preis pro kWh | Bewertung |
|---|---|---|---|---|
| Marstek Jupiter C Plus | 462 € | 2,56 kWh | 180 €/kWh | Bestes Preis-Leistungs-Verhältnis |
| Marstek Venus D | 548 € | 2,56 kWh | 214 €/kWh | Gut — mehr Leistung für Aufpreis |
| Marstek Venus A | 486 € | 2,12 kWh | 229 €/kWh | Solide — Notstrom inklusive |
| Marstek Venus E 3.0 | 1.199 € | 5,12 kWh | 234 €/kWh | Fair — für Nachrüstung ohne DC-Umbau |
| Zendure SolarFlow 2400 Pro | 831 € | 2,4 kWh | 346 €/kWh | Teuer — aber bis 2.400 W Ausgang |
| Anker Solix Solarbank 3 E2700 Pro | 836 € | 2,68 kWh | 312 €/kWh | Teuer — beste App & 10 Jahre Garantie |
Der Preisunterschied ist erheblich: Marstek liegt bei 180–234 Euro pro kWh, Anker und Zendure bei 312–346 Euro pro kWh. Wer den Preisaufschlag von Anker und Zendure bezahlt, bekommt im Gegenzug ausgefeiltere App-Integrationen (bei Anker) oder deutlich höhere Ausgangsleistung (bei Zendure SolarFlow 2400 Pro mit bis zu 2.400 Watt Einspeisung).
Du willst das günstigste Komplettpaket ohne Extras
Marstek Jupiter C Plus. Kein Notstrom, kein Schnickschnack — einfach Strom speichern und abends nutzen. Preis unter 500 Euro, 2,56 kWh, 4 MPPT. Reicht für Single-Haushalte und Paare.
Du willst Notstrom ohne großes Budget
Marstek Venus A. Ab 486 Euro mit 1.500 Watt EPS-Notstrom. Ausreichend für Grundversorgung bei Stromausfall (Kühlschrank, Beleuchtung, WLAN). Maximal erweiterbar auf 12,72 kWh.
Du hast ein Vier-Panel-Setup oder willst maximale PV-Kapazität ausschöpfen
Marstek Venus D. Der einzige Speicher in dieser Preisklasse mit 4.000 Watt PV-Eingang. Vier Module à 1 kW ohne Drosselung, 2.200 Watt Notstrom, 15,36 kWh Maximalkapazität.
Du hast bereits ein Balkonkraftwerk und willst nichts verändern
Marstek Venus E 3.0. AC-Speicher, läuft mit jedem vorhandenen Wechselrichter. Einfach einstecken. Ideal für bestehende Anlagen mit Hoymiles-, Deye- oder Envertech-Wechselrichter. 5,12 kWh Basis-Kapazität.
Du willst die beste App-Integration und 10 Jahre Garantie — Preis spielt eine untergeordnete Rolle
Anker Solix Solarbank 3 E2700 Pro. Beste Verarbeitungsqualität, ausgefeilteste KI, tiefste Integration mit Tibber und Shelly. Aber: 312 Euro pro kWh. Testsieger home&smart April 2026.
Du hast ein Vier-Panel-Setup und willst mehr als 800 Watt ins Netz einspeisen
Zendure SolarFlow 2400 Pro. Der einzige Speicher mit bis zu 2.400 Watt AC-Ausgangsleistung. Für Eigenheim-Besitzer mit höherem Eigenverbrauch relevant. Teuerster pro kWh in dieser Übersicht.
Ein paar Punkte, die in nahezu keinem Vergleichsartikel auftauchen:
Der Venus D schaltet laut Herstellerangabe bei Netzausfall in unter 20 Millisekunden auf Off-Grid-Betrieb. Anker gibt für die Solarbank 3 einen Wert von unter 30 Millisekunden an. Das klingt nach wenig Unterschied — ist es aber für empfindliche Geräte nicht. Home-Office-PCs mit USV, NAS-Systeme und VoIP-Anlagen tolerieren 20 ms problemlos. Bei 30 ms kann es bei manchen Geräten zu einem Neustart kommen. Für reine Haushaltsgeräte (Kühlschrank, Beleuchtung) ist dieser Unterschied irrelevant.
Wer heute einen Venus A kauft und später auf den Venus D upgradet, kann seine vorhandenen Erweiterungsbatterien weiterverwenden. Die Marstek-Akkus arbeiten herstellerseitig offen mit beiden Systemen — ein Vorteil, den Anker nicht bietet (Solarbank-2-Akkus sind nicht mit Solarbank-3 kompatibel).
Wer den Venus E 3.0 mit einem dynamischen Stromtarif (z. B. Tibber) betreibt, nutzt einen Mechanismus, den Marstek selbst auf seiner Produktseite transparent ausweist: Das Gerät lädt bei Börsenstrompreisen unter 16 Cent/kWh und entlädt bei Preisen über 51 Cent/kWh. Bei einem typischen deutschen Haushalt mit 4.000 kWh Jahresverbrauch kann das laut Marstek-Kalkulation zu Einsparungen von bis zu 1.310 Euro jährlich führen — auch ganz ohne Solarmodule. Diese Rechnung setzt allerdings günstige Börsenstrompreise in ausreichender Frequenz voraus, was in der Praxis nicht immer gegeben ist.
Ein Missverständnis, das sich hartnäckig hält: Die gesetzliche 800-Watt-Grenze bezieht sich auf die Einspeisung ins öffentliche Netz. Der Speicher kann intern mehr liefern. Ein Venus D mit 2.200 Watt Ausgangsleistung deckt diese 2.200 Watt aus dem Speicher — das ist kein Problem, solange keine Einspeisung stattfindet. Relevant für alle, die nachts oder morgens Geräte mit hohem Anlaufstrom betreiben (Waschmaschine, Kaffeemaschine).
Wie lange dauert es, bis sich ein Marstek-Speicher rechnet? Die folgende Rechnung basiert auf dem Jupiter C Plus als günstigstem Einstiegsmodell:
| Kaufpreis: | 462 Euro |
| Nutzbare Kapazität: | ca. 2,4 kWh (bei 93 % DoD) |
| Ladezyklen pro Jahr: | ca. 300 (März–Oktober) |
| Gesparte Energie pro Jahr: | ca. 720 kWh |
| Strompreis Eigenverbrauch: | 0,38 Euro/kWh (dt. Durchschnitt 2026) |
| Ersparnis pro Jahr: | ca. 274 Euro |
| Amortisationszeit: | ca. 1,7 Jahre |
Beim Venus D (548 Euro, mehr Kapazität und 4-kW-Eingang) verschiebt sich die Amortisationszeit leicht auf ca. 2 Jahre — dafür holt das System bei einem Vier-Panel-Setup durch höhere Ertragsausschöpfung mehr raus. Die Anker Solarbank 3 Pro amortisiert sich bei gleichen Annahmen erst nach ca. 3 Jahren — die 10-jährige Garantie ist also kein Luxus, sondern kalkulierter Schutz über die längere Amortisationszeit hinaus.
Zum Vergleich unserer Berechnungen für andere Städte und Szenarien: Balkonkraftwerk Amortisation im Städtevergleich.
Wer seinen Balkonkraftwerk mit Speicher nachrüsten möchte, findet in unserem Hub-Artikel alle Optionen nach Anwendungsfall sortiert. Für den konkreten Vergleich der drei Top-Speicher 2026 (Solakon ONE, Anker Solarbank 3, EcoFlow STREAM Ultra X) empfiehlt sich unser Speicher-Vergleich 2026.
Der Venus D ist ein DC-gekoppeltes All-in-One-System: Solarmodule werden direkt am Gerät angeschlossen, der integrierte Wechselrichter wandelt Gleichstrom in Wechselstrom um. Der Venus E 3.0 ist ein reiner AC-Speicher ohne eigenen DC-Eingang — er wird ins Hausnetz gesteckt und lädt sich über PV-Überschuss oder günstige Börsenstrompreise auf. Wer neu aufbaut oder maximale Effizienz will, greift zum Venus D. Wer ein bestehendes Balkonkraftwerk ohne Wechselrichtertausch nachrüsten will, nimmt den Venus E 3.0.
Ja. Der Venus D verfügt über vier unabhängige MPPT-Tracker mit bis zu 4.000 Watt Gesamteingangsleistung. Damit verarbeitet er vier 1-kW-Module ohne Drosselung — auch bei unterschiedlicher Ausrichtung oder Teilbeschattung einzelner Module. Kein anderer Balkonkraftwerk-Speicher in dieser Preisklasse bietet denselben PV-Eingang.
Ja. Der Venus E 3.0 lädt sich auch ohne eigene PV-Anlage auf — direkt aus dem Stromnetz. In Kombination mit einem dynamischen Tarif wie Tibber nutzt der KI-Modus günstige Börsenstrompreise nachts zum Laden und gibt den Strom morgens und abends ab. Marstek beziffert die mögliche Jahresersparnis auf bis zu 1.310 Euro — das setzt allerdings günstige Börsenstrompreise in ausreichender Häufigkeit voraus.
Der Marstek Jupiter C Plus kostet ab ca. 462 Euro für 2,56 kWh — das entspricht ca. 180 Euro pro kWh. Die Anker Solix Solarbank 3 E2700 Pro liegt bei ca. 836 Euro für 2,68 kWh — also ca. 312 Euro pro kWh. Marstek ist damit rund 40 Prozent günstiger pro gespeicherter Kilowattstunde. Der Aufpreis für Anker erklärt sich vor allem durch die 10-jährige Garantie und die ausgereiftere KI-Integration.
Es kommt auf das Modell an. Venus D und Venus A verfügen über eine Notstromfunktion (EPS): Bei Netzausfall schalten sie innerhalb von 20 Millisekunden auf Off-Grid-Betrieb. Venus D liefert dabei bis zu 2.200 Watt, Venus A bis zu 1.500 Watt. Venus E 3.0 und Jupiter C Plus haben keine Notstromfunktion.
Ja, mit Einschränkungen. Für Venus D und Venus A gibt es inoffizielle Home Assistant-Integrationen über die lokale API (Modbus TCP), die von der Community entwickelt wurden und auf GitHub zu finden sind. Die offizielle Marstek-App deckt alle Grundfunktionen ab. Wer tiefere Integration benötigt, findet entsprechende Projekte in PVForum.de und der Home Assistant Community.
Marstek gibt 5 Jahre Garantie auf alle Venus-Produkte. Zum Vergleich: Anker bietet 10 Jahre auf die Solarbank 3 Pro. Bei einem Kaufpreis, der bei Marstek rund 40 % unter Anker liegt, ist die kürzere Garantie ein Faktor, den man einkalkulieren sollte — besonders wenn das System über mehr als 5 Jahre in Betrieb bleiben soll.
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