
Die Anmeldung deines Balkonkraftwerks ist seit dem Solarpaket I deutlich einfacher geworden. Wir erklären dir Schritt für Schritt, was du tun musst — inklusive Screenshots und Checkliste zum Abhaken.
Mit dem Solarpaket I (Mai 2026) wurde die Anmeldung von Balkonkraftwerken massiv vereinfacht:
| Kriterium | Vor Mai 2026 | Seit Mai 2026 |
|---|---|---|
| Erlaubte Leistung | 600W | 800W |
| Anmeldung | Marktstammdatenregister + Netzbetreiber | Nur Marktstammdatenregister |
| Stecker | Wieland empfohlen | Schuko-Stecker erlaubt |
| Zähler | Zweirichtungszähler nötig | Alter Zähler darf rückwärts laufen |
| Elektrofachkraft | Empfohlen | Nicht erforderlich |
Tipp: Viele Anbieter wie Priwatt übernehmen die komplette Anmeldung für dich — kostenlos! Wenn du dir den Papierkram sparen willst, ist das der einfachste Weg. Zum Priwatt-Test →
Bevor du startest, halte diese Informationen bereit:
Gehe auf www.marktstammdatenregister.de (MaStR). Das ist das offizielle Register der Bundesnetzagentur für alle Stromerzeugungsanlagen in Deutschland.
Klicke auf "Registrierung" in der oberen rechten Ecke. Wenn du bereits ein Konto hast, melde dich direkt an.
Erstelle ein Benutzerkonto als "Privatperson". Du brauchst:
Nach der Registrierung erhältst du eine Bestätigungs-E-Mail. Klicke den Link und melde dich an.
Nach dem Login: Klicke auf "Einheit hinzufügen" → "Stromerzeugungseinheit" → "Solare Strahlungsenergie".
Fülle die Formularfelder aus:
Nach dem Absenden erhältst du eine MaStR-Nummer. Das war's — dein Balkonkraftwerk ist offiziell registriert! Die Bearbeitung durch die Bundesnetzagentur erfolgt automatisch. Du musst nichts weiter tun.
Vor dem Solarpaket I musstest du dein Balkonkraftwerk zusätzlich beim lokalen Netzbetreiber anmelden. Das ist seit Mai 2026 nicht mehr nötig. Der Netzbetreiber wird automatisch über das Marktstammdatenregister informiert.
Achtung: Einige Netzbetreiber schicken trotzdem Schreiben oder fordern eine Meldung an. Du bist nicht verpflichtet, darauf zu reagieren. Die MaStR-Registrierung reicht aus. Im Zweifelsfall weise auf § 8 Abs. 5a EEG hin.
Ein häufiges Thema bei der Anmeldung ist der Stromzähler. Die wichtigsten Punkte:
Wenn du einen modernen digitalen Zähler hast, ist alles in Ordnung. Er zählt nur in eine Richtung und zeigt deinen Verbrauch korrekt an.
Seit dem Solarpaket I darf ein alter Ferraris-Zähler vorübergehend rückwärts laufen. Das bedeutet: Du profitierst sogar extra, weil der Zähler den eingespeisten Strom von deinem Verbrauch abzieht. Der Netzbetreiber muss den Zähler innerhalb von 4 Monaten kostenlos austauschen — bis dahin sparst du noch mehr.
Ja, die Registrierung im MaStR ist Pflicht — aber kostenlos und in 10 Minuten online erledigt.
Theoretisch droht ein Bußgeld. In der Praxis wird bei Privatpersonen nicht kontrolliert. Trotzdem empfehlen wir die Anmeldung.
Nein. Schuko-Stecker einstecken reicht. Kein Wieland-Stecker und kein Elektriker nötig.
10-15 Minuten online. MaStR-Nummer kommt sofort. Einige Anbieter wie Priwatt machen es sogar für dich.
Fazit: Die Anmeldung ist einfach und in 10 Minuten erledigt. Lass dich nicht von komplizierten Anleitungen abschrecken — seit dem Solarpaket I reicht die MaStR-Registrierung. Jetzt das passende Balkonkraftwerk finden →